Prison Break | Serialtalk

Leider verschwenden wir alle so viel Zeit damit, die Dinge, die wir eigentlich sagen wollen, unausgesprochen zu lassen, obwohl sie uns so sehr am Herzen liegen. – Michael Scofield

Vor einigen Wochen haben mein Freund und ich eine neue Serie gesucht. Nach kurzer Recherche sind wir auf die Serie „Prison Break“ gestoßen, die bereits mit vier Staffeln abgeschlossen war und der Inhalt recht interessant klang. Nach den ersten beiden Folgen habe ich allerdings die Serie eher als „Naja“ empfunden und wollte sie nicht fortsetzen. Jedoch sind meine Augen und Ohren immer wieder zu dem Bildschirm gewandert, als mein Freund die Serie fortsetzte zu schauen und schließlich hat es mich auch voll und ganz gepackt.

Worum geht es?

„Prison Break“ ist eine Actionserie aus den USA und erzählt die Geschichte von zwei Brüdern, schmutzigen Gefängnisgeschichten und den großen Drahtziehern dieser Welt. Lincoln Burrows sitzt wegen Mordes am Bruder der Vize-Präsidenten zum Tode verurteilt im Fox River State Gefängnis. Eine Kamera soll den Mord aufgezeichnet haben, Lincoln beteuert aber immer wieder seine Unschuld. Michael Scofield, sein jüngerer Bruder und Ingenieur, scheint der Einzige zu sein, der ihm Glauben schenkt und setzt alles daran, Lincoln aus dem Gefängnis zu befreien. Er plant einen raffinierten Ausbruch, doch im Gefängnis läuft nicht immer alles wie geplant.

Prison Break RezensionWie war mein Eindruck?

Auf den ersten Blick wirkt die Handlung fokussiert auf den Ausbruch. Michael ist sehr intelligent, er denkt sehr weit voraus, muss gleichzeitig einkalkulieren, wie die Insassen des Gefängnisses ihre Fäden ziehen, die Wärter reagieren und noch einiges mehr. Je weiter die Serie voranschreitet, desto mehr lernt man auch die Charaktere kennen und lieben. Es gab unzählige Personen, die ich anfangs einfach nur gehasst habe, dann hat man einen anderen Einblick in ihre Gefühle und Denkweisen bekommen und man hat begonnen, sie zu akzeptieren und zu mögen. Und Bum – dann sterben sie. In dieser Serie fallen recht viele Schüsse, es wird verhandelt, es wird geprügelt, es geht einfach dreckig zu. Ein Leben im Gefängnis bedeutet meistens: Entweder du überlebst oder du gehst unter

Doch es geht nicht einzig um den Gefängnisausbruch. Hier wird gezeigt, wie ein großes Unternehmen, genannt die „Company“ ihr Finger im Spiel hat. Tausende von Leuten, die in alltäglichen Jobs eingebunden sind, können in Wahrheit Auftragskiller oder Teil des ganz großen Plans sein. Es zeigt einfach, wie einfach es für die Regierungen ist, die Bevölkerung tagtäglich an der Nase herumzuführen. Es geht um Macht, große Geldsummen und etwas, dass die Company unbedingt schützen will. Es entwickelt sich eine knisternde Spannung, die bereits im Gefängnis anfängt – wen darf man trauen, wer verrät einem, sobald man ihm den Rücken zukehrt? Hilfst du mir, so helf ich dir? Kann ich auf dich bedingungslos auf dich zählen?

Sometimes the only way to protect the people you love is staying away from them. – Fernando Sucre

Die Charaktere sind in „Prison Break“ ebenso genial ausgearbeitet wie die Story. Neben Michael und Lincoln gibt es noch den liebenswerten Sucre, der einem wirklich ans Herz wächst durch seine sympathische Art. T-Bag, der wohl mit Abstand beste Nebendarsteller in dieser Serie, ein grausamer Verbrecher, der seine Rolle einfach nur genial spielt. Sara, die Ärztin des Gefängnisses, Kellerman, einen eiskalten Killer, oder auch Bellick, einen einfachen Gefängniswärter. Sie sind wirklich alle komplett verschieden, es werden ihre Stärken und Schwächen gezeigt und zwischendurch gibt es eine Prise Humor. Aber auch nicht zu viel davon. Während der Staffeln entwickeln sich tiefe Freundschaften zwischen den Charakteren, aus Feinden werden Verbündete, und am Ende halten sie zusammen, egal, wie mies die Lage auch aussehen mag.

Vor wenigen Tagen haben wir die Serie schweren Herzens beendet. Ich glaube, bei der vierten Staffel habe ich so viel geweint wie noch nie zuvor bei einer Serie. Dabei hat mir erst das Ende erst so richtig mein kleines Herz rausgerissen und ich konnte das irgendwie nicht so ganz realisieren. Allerdings war es ein guter Abschluss und ich bin froh, diese Serie weiter verfolgt zu haben. Die Serie zeigt zum einen die dreckige Seite der Regierungen und Gefängnisse, zum anderen aber auch die tiefe Freundschaft und Liebe zur Familie und dass man die Hoffnung nie aufgeben soll. Ganz gleich, wie aussichtslos alles zu sein scheint.

I choose to have faith; because without that, I have nothing. – Michael Scofield

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2 thoughts on “Prison Break | Serialtalk

  1. Hallihallo!
    Erst einmal welcome back 🙂
    Prison Break gehört mit zu meinen Lieblingsserien und ich würde lügen, wenn der süße Wentworth Miller da nicht auch seinen Beitrag zu geleistet hat! Einfach eine Augenweide! 😉
    Liebe Grüße
    Steffi

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