Grischa – Goldene Flammen #1 von Leigh Bardugo | Rezension

tumblr_inline_n260j8ZYbv1sbutpxSchon ein paar Monate liegt “Grischa – Goldene Flammen” von Leigh Bardugo auf meinem Regal und wartete darauf, gelesen zu werden. Das Cover ist ein wahrer Hingucker und ich muss sagen, dass mir hierbei die deutsche Version um einiges besser gefällt als die englische. Angehaucht vom russischen Zarenreich, geknüpft mit High-Fantasy-Elementen und gespickt mit ein wenig Herzklopfen hat mich dieser Roman voll und ganz überzeugt. Ich hatte auch recht hohe Erwartunge (und das Cover ist einfach nur wahnsinn). Nun habe ich das Buch beendet, hatte danach ein riesiges Book Hangover und mein Kopf war voller Gedanken um diese Welt. Somit ist gleich Band Zwei in den Einkaufskorb gewandert, den ich pünktlich zu Ostern bekommen werde – und ehrlich, ich kann es kaum noch erwarten, es endlich in den Händen halten zu dürfen! Nach ein wenig Abstand möchte ich gerne meine Gedanken kurz zu diesem Buch wiedergeben, ohne jemanden zu spoilern.

Worum geht es?

In einer magischen Welt, in der es Grischa gibt, die übernatürliche Fähigkeiten wie Heilen oder das Kontrollieren von Elementen beherrschen, ist das Land getrennt durch eine „Ödsee“. Ein dunkler Schatten, in der noch dunklere Kreaturen lauern. Alina und Maljen dienen beide in der ersten Armee des Zaren. Als Alina Maljen auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ist nichts mehr, wie es einmal war. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit geht sie in die Lehre des mächtigsten Grischa, dem Dunklen – und eine Reise durch tiefsten Schnee, rauschende Feste und der Kunst der Grischa beginnt.

Wie war mein Eindruck?

Der Hirsch, der auf dem Cover zu finden ist, spielt eine bedeutende Rolle in dem Buch. Ich liebe Hirsche und es ist toll, dass dieses Tier so viel Macht widerspiegeln kann. Alles auf dem Cover hat seine Bedeutung, es zeigt die Geschichte, Alina, den Handlungsort – und “Goldene Flammen” als Titel passt auch hervorragend. Die Wasserfarbenart finde ich einfach nur wunderschön und zieht sich durch das Buch. Vorne im Buch befindet sich noch eine Karte des Zarenreichs und sie ist so schön!

Zugegeben, anfangs fand ich es etwas schwer, in die Handlung zu gelangen. Alles war so neu, viele Begriffe unbekannt und man musste sich irgendwie zurechtfinden. Allerdings hat man den Dreh bald raus und man ist gefesselt von der magischen Welt, die hier erschaffen wurde. Der einfache Schreibstil passt wunderbar, die russischen Begriffe sind hervorragend gewählt und eine leichte Schönheit schwebt zwischen den Zeilen. Und schon bald kann man sich zurücklehnen und einfach nur die Geschichte um Alina, Maljen und den Dunklen genießen. Und keine Angst, ein richtiges Liebesdreieck kann man hier nicht finden.

The problem with wanting, is that it makes us weak.”- Der Dunkle

tumblr_inline_n260k4YWqP1sbutpxAbgesehen von der wundervollen Welt, haben mich auch die Charaktere verzaubert. Da ist Alina, die auf einmal aus ihrem Leben als Kartographin heraus gerissen und in ein prunkvolles Abenteuer zwischen Magie, Training und Traditionen geschleudert wird. Maljen, Alinas bester Freund aus Kindertagen, dient als bester Fährtenleser in der Zarenarmee. Obwohl man erst gegen Ende ein wenig mehr von ihm erlebt, hat er Sympathiepunkte einstecken können und ich hege die Vermutung, das für ihn auch eine größere Rolle zugesprochen ist. Der Dunkle hat es mir am meisten angetan. Als Oberhaupt der Grischa ist er so durchsichtig, man kann ihn nicht richtig greifen und wenn man glaubt, ihn zu kennen, entschwindet er einen wie Rauch aus den Fingern. Er wirkt so menschlich, so greifbar, und auf einen Schlag ist er wieder nur ein Schatten in den geflüsterten Sätzen des Zarenreichs. Sein Leben und seine Taten faszinieren ungemein, er ist ein starker Charakter, wunderbar ausgearbeitet, ich könnte das Buch gleich nochmal lesen nur wegen ihm. Er war es, der am Ende einfach nur noch brilliant war. Aber auch die Nebencharaktere wie Genja oder David sind einem ans Herz gewachsen und tragen definitiv noch weiterführende Rollen in den Büchern, da bin ich mir sicher.

Es ist anfangs nicht sehr leicht, die Unterschiede der verschiedenen Grischa, der Magie Vollziehenden, zu erkennen, aber sobald diese klar geworden sind, ist es nur noch besser. Alles wirkt wie aus einer alten Sage, ein verschollenes Märchen aus alter Zeit mit wundersamen Elementen der Magie. Angelehnt an das russische Zarenreich schafft die Autorin hier eine kraftvolle Geschichte mit Charakteren, die zum Nachdenken anregen, die Fantasie spielen lassen und man fortgenommen wird in eine fremde Welt voller Schönheit der Naturen.

UND ES IST SO GUT. SO. GUT.

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8 thoughts on “Grischa – Goldene Flammen #1 von Leigh Bardugo | Rezension

  1. Nicht falsch verstehen: habe ich auch als Mann Freude mit dem Buch? Mir hat es den Anschein als ob es doch sehr auf Frauen zugeschnitten wäre. Interessieren würde es mich nämlich auf jeden Fall.

    1. Ich glaube, es kommt nicht darauf an, ob Mann oder Frau. Sondern eher, was sonst dein Geschmack ist 😉
      Wenn es für dich interessant klingt, warum nicht? Das Worldbuilding ist klasse, der Bösewicht ziemlich dunkel und Humor gibt’s obendrauf (viel davon ab Band 2). Ein wenig ausgeleiert war die Liebelei.

      Lies doch einfach mal bei Amazon in die Leseprobe rein. Damit kann man nie was falsch machen 🙂

      1. Danke für die schnelle Antwort. Ich bin da eigentlich für alles offen, momentan lese ich viel Klassiker und Gedichtbände. Das letzte Buch mit Fantasy-Thematik ist schon ein Weilchen her, Stephen King und Wolfgang Hohlbein habe ich früher aber sehr gerne gelesen. Solange es nicht in die Twilight-Ecke geht wäre ich büchertechnisch zu allem bereit. Ich werde mal reinlesen, danke nochmal! 🙂

      2. Da die Grischa-Reihe auf einer ganz anderen Stufe steht als Werke von Stephen King, nicht mit zu hohen Erwartungen rangehen 😉 Es ist im Jugendbereich geschrieben, aber auch nicht mit Twilight vergleichbar 😀 Probier es einfach aus 🙂

  2. Ich liebe diese Trilogie! Sie gehörte im letzten Jahr zu meinen Highlights… Überlege auch schon ob ich einen Re-Read machen soll, würde mir aber vielleicht dafür noch die englischen Bücher besorgen… Du hattest die Bücher in beiden Sprachen gelesen (?), welche bevorzugst du?

    Viele Grüße 🙂

    1. Diese Bücher sind so schön! Rereaden hört sich super an. 🙂 Ich verspüre auch wieder den Drang, es erneut zu lesen. Zugegeben, beide Versionen finde ich gelungen und habe gar keine bevorzugte Variante 🙂 Aber es einmal im Original zu lesen, ist vielleicht ganz interessant.
      Alles Liebe!

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