Der Dämonenkönig von Cinda Williams Chima | Rezension

Dieses Schmuckstück von Buch habe ich zuvor bei unzähligen Booktubern gesehen. Ich kann nicht genau sagen, was mich am meisten dazu bewogen hat, es lesen zu wollen. Ein Pluspunkt allein bildet schon das Cover vom Auftakt der Reihe Die sieben Königreiche. Mein Dank geht hierbei an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplars.

Rezension Dämonenkönig

Der Dämonenkönig ist ein Young Adult, das sich im Bereich High Fantasy ansiedelt. Ich habe versucht, nicht zu viel vom Inhalt vor dem Lesen zu erfahren. Daher war ich ein wenig überrascht von der relativen Komplexität dieser Geschichte. Es ist ein wenig schwer, meine Gedanken in diese Rezension zu packen, da ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte. Allerdings muss ich ein wenig erläutern, sonst sieht man nicht so einfach durch. Es gibt eine Hintergrundgeschichte – die Geschichte um den Dämonenkönig und die schöne Hanalea. Diese alte Geschichte ist mit den Ereignissen der Protagonisten verwoben. Sie zieht sich schleichend, aber präsent wie ein roter Faden durch die Handlung und bildet den Ursprung jener Ereignisse.

Worum geht es?

Das Königinnenreich von Fells wird von Königin Marianna regiert. Ihre Tochter Raisa ist die Erbprinzessin. Neben diesem regierenden Geschlecht existieren mächtige Magierhäuser im Land und Clans auf dem heiligen Berg Hanalea. Vor tausend Jahren hat ein Magier die Große Zerstörung gebraucht, nur sein Tod hat das Gleichgewicht wieder erschaffen. Und mit ihm folgt die Fuegung – Regeln, an die sich alle zu halten haben. Als eines Tages das magische Amulett jenes Dämonenkönigs auftaucht, ist sich der Straßenjunge Han Alister nicht sicher, was er damit anstellen soll. Nur eines weiß er: Seit es aufgetaucht ist, folgen dunkle Taten.

Wie war mein Eindruck?

Das Buch bildet einen soliden Grundstein, einen guten Startpunkt für die Geschehnisse. Es schafft eine Ebene, dem Leser alle notwendigen Informationen für den weiteren Verlauf näher zu bringen. Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang ziemliche Probleme mit all den neuen Begriffen dieser Welt hatte, ihren Namen und Bedeutungen. Doch mit der Zeit befindet man sich einfach in der Geschichte und versteht all diese ungewöhnlichen Bezeichnungen. Man fliegt förmlich durch die Seiten und inhaliert mit Faszination die ungewöhnlichen Dinge.

Recht interessant sind vor allem die zwei erzählenden Protagonisten, Han Alister und Raisa. Beziehungsweise ihre fast geradlinige Trennung voneinander. Han Allister ist ein Straßenjunge.  Er schlägt sich gerade so durch, versucht seine Mutter und Schwester als Laufbursche über Wasser zu halten. Ab und an stattet er einem der Clan-Camps in den Spirit Montains längere Besuche ab und taucht unter. Er trifft nicht immer die klügsten Entscheidungen und weiß nicht so recht, wo sein Platz in der Welt sein soll.

Raisa hingegen ist die Erbprinzessin. Bald soll ihr Namenstag und somit auch ihr heiratsfähiges Alter gefeiert werden. Werber aus allen sieben Königreichen scheinen sie in Geschenken ertränken zu wollen. Trotz ihrer höheren Rolle und des jungen Alters ist sie nicht wie ich erwartet hatte – sie ist durchaus intelligent, handelt für ihr Volk, möchte aber auch nicht untergebuttert werden. Sie hinterfragt vieles und bildet sich ihre eigene Meinung. Die verwöhnte Seite fehlt ihr. Allerdings war ich ein wenig überracht über ihre recht vielen heimlichen Küsse mit zig verschiedenen Jungs, aber nun gut.

Die Wege von Raisa und Han kreuzen sich erst mittig des Buches. Und bald verlieren sie sich auch schon wieder aus den Augen. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, das sie in folgenden Bänden mehr miteinander zu tun haben werden. Neben diesen beiden gibt es natürlich unzählige, wunderbar herausgearbeitete Nebencharaktere. Amon, Raisas Sandkastenfreund, Lord Bayar und Sohn Micah, Hohemagier des Reichs, Fire Dancer und Willo und Lucius und ah – so viele mehr!

Ungewöhnlich und auffallend ist auch die Rolle der Frau. In diesem Buch dreht es sich um das Königinnengeschlecht, das Erbe des Throns wird über die Töchter weitergegeben. Die Idee habe ich bisher noch nirgendswo anders lesen können und war daher positiv überrascht.

Der Dämonenkönig hat mir einfach unglaublichen Spaß bereitet, auch wenn es keine direkten, actionreichen Konfrontationen gab. Spannung floss dennoch mit ein und es gab keinen Moment, wo ich mich nicht gelangweilt habe. Dennoch gehe ich davon aus, das es noch deutlich Luft nach oben gibt und diese sicherlich auch künftig genutzt werden wird. Ich freu mich jedenfalls schon ziemlich auf Band Zwei und kann es kaum erwarten, die Reise von Raisa und Han weiterzuverfolgen!

12,- € | Taschenbuch | Goldmann Verlag | 576 Seiten
Interessiert?

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