The Girl on the Train von Paula Hawkins | Rezension

Worum geht es?

Rachel fährt jeden Tag mit den Zug von Ashbury nach London. Fast täglich hält der Zug am altbekannten Warnsignal. Von dort aus kann man auf eine Reihe von Hintergärten in Witney schauen. „Jess und Jason“ nennt Rachel das Paar, das sie jeden Tag in ihrem Haus und Garten vom Zug aus beobachten kann. Ihr Leben scheint perfekt zu sein.

Eines Tages beobachtet Rachel etwas, das sie später nicht vergessen kann. Alles hat sich geändert. Und nun bekommt Rachel die Chance, selbst ein Teil dieses perfekten Lebens zu werden. Sie ist mehr als nur das Mädchen im Zug.

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Wie war mein Eindruck?

Das Buch konnte mich zu allererst mit seinem Cover überzeugen. Es erinnert mich an die Tube in London, die von Geschwindigkeit verwischten Waggons. Das matte Schwarz hebt die Schlichtheit hervor – ich finde es ziemlich genial! Doch genug von der Hülle, kommen wir zum Inneren.

The Girl on the Train hat etwas Tristes, Depressives an sich. Alles wirkt grau und trostlos in den Beschreibung. Die Ausführungen sind aufs minimalste reduziert, es wird nichts schön geschrieben. Das Buch trotzt allgemein nur so von familären Problemen und nachbarschaftlichen Geheimnissen.

Rachel pendelt jeden Tag zwischen London und Ashbury. Ihr Leben ist seit zwei Jahren aus den Fugen geraten, sie ertrinkt ihre Depressionen, Probleme und Leben in Alkohol. Sie fiel von ganz oben nach ganz unten. Rachel hat mich tierisch genervt. Ehrlich. Mit der Zeit wurde ihr Alkoholproblem ziemlich lästig. Am liebsten würde sie komplett in die Geschehnisse hinein kriechen und Teil davon werden. Sie sagt ständig, dass sie einen klaren Kopf behalten muss, um alles zu verarbeiten. Andererseits schüttet sie sich mit Alkohol zu und ärgert sich hinterher, sich an nichts erinnern zu können.

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Dann gab es da noch „Jess und Jason“, das perfekte Paar in der Nachbarschaft. Doch die Fassade beginnt langsam zu bröckeln, Stück für Stück. Auch Rachels Exmann, der nur ein paar Häuser entfernt von dem Paar lebt, spielt eine gewisse Rolle. Er lebt zusammen mit Anna und ihrem Kind Evie in Rachels altem Haus.

Die Charaktere sind recht einfach gestrickt. Es gibt nichts Hochkompliziertes, nichts wunderbar Tiefes an ihnen. Das stört mich bei Thrillern allgemein ziemlich. Auch hier wurde es leider wieder deutlich. Doch allgemein sind sie gut miteinander verwoben, die Beziehungen klar dargestellt und erläutert worden.

Die Handlung ist aufgeteilt in drei Perspektiven: Rachel, Anna und Megan. Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Jede hat ihre eigene Geschichte, jede ist mit der anderen verwoben. Am Anfang ist das Buch recht zäh. Ich wusste nicht so recht, wohin mich die Handlung führen soll. Doch ab einem gewissen Punkt wird es spannend und die Handlung schreitet gut voran. Das Ende, etwa die letzten 60 Seiten, sind nervenaufreibend!

Die Geschehnisse sind in bestimmte Tage unterteilt und diese noch einmal in Morgens und Abends. Dies lockert den Stil ziemlich auf, es gibt zudem recht wenig wörtliche Rede. Doch das war ganz angenehm zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin.

Leider habe ich die „Lösung“ ab Seite 200 bereits vermutet und am Ende auch bestätigt. Es war einfach dann schon zu eindeutig, worauf das Ganz hinauslaufen wird. Dennoch war die Umsetzung definitiv gelungen und ich hatte ziemlichen Spaß an The Girl on the Train. Auch das Englisch war ziemlich einfach zu verstehen und dürfte gerade für Anfänger ein gutes Buch zum Einstieg sein.

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