Die ersten Tagen #1 | NaNoWriMo

Der November ist da und somit auch der alljährliche NaNoWriMo! Wuhu! Wahrscheinlich wissen die meisten, worum es da geht: Vom 1. bis zum 30. November versucht man 50.000 Wörter zu schreiben, was sehr grob der Länge eines Romans entsprechen soll. Seit 2012 versuche ich an diesem Schreibprojekt teilzunehmen, bin aber jedes Mal kläglich gescheitert, haha. Entweder bin ich an fehlender Planung oder geflüchteter Motivation gescheitert.

Dieses Jahr probiere ich es mit einer anderen Strategie. Ich habe mich vorbereitet, jaha! Da mir diese Idee schon seit einigen Jahren im Kopf herumschwebt, habe ich bereits einen Grundstein für Handlung und Charaktere. Seit dem Beginn dieser Idee habe ich die Geschichte bestimmt schon drei Mal umgeworfen und neu begonnen zu schreiben, bin aber nie mit dem Spannungsbogen und der Entwicklung zufrieden gewesen. Ich möchte gerne ein wenig darüber quatschen, wie ich bei dem diesjährigen NaNo vorankomme, wie meine Vorbereitung war, auf was für Probleme und Grenzen ich beim Prozess stoßen werde.

Etwa zwei Wochen bevor der NaNo starten sollte, habe ich eine Outline verfasst. Einmal habe ich eine große Outline der gesamten Idee mit Start- und Endpunkt. Zusätzlich habe ich eine detailliertere Outline, mit der zu jedem Kapitel kleine Inhaltsangaben verfasst habe. Ich bin wahrlich kein Fan von diesem Konzept gewesen, da es ziemlich zeitintensiv ist und man sich wirklich mit Zusammenhang, Logik und Zeitpunkten auseinandersetzen muss. Ich habe die Geschichte in vorerst zwei große Teile aufgesplittet und den ersten davon komplett durchgeplant. Inzwischen bin ich verdammt froh, diese Zeit investiert zu haben. Es hat sich gelohnt.

Ein paar Facts über mein Projekt
  • Fantasy mit ein Hauch von Retelling
  • Ursprungsidee: Aus der Sicht des Schurken erzählt
  • drei Perspektiven: zwei Männer, eine Frau
  • Ich-Form, Präsens
  • umschreibende Wörter: Hirsche, Dämonen, Nebelgeister, Bösewichte, Eisprinzessin

Mittlerweile liegt der siebteTag hinter mir und ich bin mehr als gut im Schnitt für meine Verhältnisse. Dank der Outline muss ich mir keine großen Gedanken zur Ideenfindung machen, da sie bereits vorhanden sind und nur zu schreiben brauche. Das spart mir einiges an Zeit, Nerven und Schreibblockaden. Trotzdem stoße ich hin und wieder auf Probleme.

Zum einen nervt mich mein Schreibstil unheimlich. Ich merke deutlich den Unterschied zwischen bereits geschriebenen Kurzgeschichten und dieser längeren Geschichte. Am liebsten würde ich ständig nochmal drüberlesen und ausbessern und mir andere Formulierungen überlegen, weil es so verdammt schlecht ist. Es ist holprig, irgendwie wiederholend und noch nicht so, das es einfach flutscht. Doch dann erinnere ich mich wieder daran: Das ist nur das grobe Grundgerüst, die schlechteste Rohfassung. Du brauchst eine Grundlage, um daran zu feilen. Tja, das ist mein Mantra geworden, sonst hätte ich schon längst das Handtuch geworfen.

Ein weiteres Problem sind die Perspektiven. Ich schreibe aus drei verschiedenen Sichtweisen, zwei Männer und eine Frau. Ich kenne sie, ich weiß, wie sie handeln und was sie bewegt. Aber auf dem Blatt fällt es mir schwer, sie zu trennen. Wisst ihr, was ich meine? Jeder Charaktere besitzt seine eigene Stimme beim Erzählen. Bestes Beispiel, was mir einfällt: Six of Crows. Dort gibt es sechs verschiedene Personen und alle haben ihre eigene Art, sich auszudrücken und man weiß sofort, wer was gesagt hat. Sie haben ihren eigenen Klang. Und es fällt mir gerade nicht leicht, diese herauszuarbeiten und deutlich zu machen. Es kommt mir vor, als würden meine Perspektiven sich leicht miteinander vermischen, was mich unglaublich ärgert. Aber Mantra: Nur Rohfassung, das kannst du alles später noch ausbessern.

Ein wichtiger Faktor des NaNo ist die Inspiration. Neben Bücher und Filmen, die mich manchmal in die richtige Richtung stupsen, hilft mir Pinterest ungemein. Für das Projekt habe ich eine extra Pinnwand angelegt. Dort kann ich Bilder suchen und befestigen, die mich an Charaktere, Handlungsorte und Kleidung erinnern, finde schöne Zitate und auch einige praktische Tipps, was Zeitmanagement, Schreiben, Plotten, Charaktere und, und, und angeht. Es ist unglaublich, was für tolle Sachen dort zu finden sind! Neben meinem Pinterestboard verfolge ich auch gerne andere Mitstreiter, die mich super motivieren und einfach gute Laune zum Schreiben verbreiten. Ich schaue super gerne, wie andere sich vorbereiten, wie sie vorankommen, auf was für Probleme sie beim Schreiben stoßen und lässt einen nicht so kümmerlich allein erscheinen, haha.

Links zum Rumstöbern

Um den Wahn des Schreibens auch gerecht zu werden, tippe ich im November auch noch meine Bachelorarbeit, etwa drei Kapitel am Tag. Mal sehen, wann meine Finger schlapp machen, haha. Keine Ahnung, wie lange ich durchhalte. Ich hoffe, bis zum Ende.

Macht ihr auch beim NaNo mit? Oder schweben euch manchmal auch kleine Ideen im Kopf, die euch nicht loslassen wollen? Gerne könnt ihr mich auch auf der Website vom NaNo als Buddy adden, zusammen schaffen wir das! 🙂

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3 thoughts on “Die ersten Tagen #1 | NaNoWriMo

  1. So ehrgeizig – ich find’s echt toll und bewundernswert, wie du die Zeit dafür findest! Ich wollte dieses Jahr auch gerne am NaNo teilnehmen, aber ich hatte keine Zeit, irgendwas vorzubereiten und ins kalte Wasser, völlig ohne Plan, wollte ich auch nicht springen – vielleicht ja nächstes Jahr. Ich drücke dir die Daumen, dass du weiterhin so gut voran kommst und ärgere dich nicht daran, dass noch nicht alles ganz rund ist – Zeit zum Ausbessern hast du danach immer noch, hauptsache, das Grundgerüst steht.

    P.s.: Dank deiner kurzen Umschreibung und deinem Pinterest-Board habe ich jetzt total Lust, deine Geschichte zu lesen! 😀

    1. Danke für deine motivierenden Worte ❤ Ohne Struktur im Tagesablauf würde ich aber auch kläglich versagen, haha. Vorbereitung auf den Nano würde ich dringends empfehlen, da hast du recht. Allein dadurch kann man sich nur noch dem Schreiben an sich widmen und spart sich stundenlange Grübeleien 😀
      P.s: Awww, das freut mich zu hören. 🙂

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