Wie ich neue Schätze fand | Jahreshighlights

Jahresrückblicke lese ich unglaublich gerne und nun möchte auch ich kurz von meinem Lesejahr berichten. Dabei stelle ich euch meine absoluten Highlights vor, die schlimmsten Flops und bombardiere euch mit ein paar Zahlen und Fakten, die 2015 für mich ausmachen. Aber alles in seperaten Posts, weil es sonst ellenlang wird (dieser hier ist schon ein Monster, haha).

2015 habe ich ziemlich tolle Bücher lesen dürfen. Während der Zeit habe ich bemerkt, wie sich mein Leseverhalten verändert hat. Anfang des Jahres habe ich noch wild gekauft und gelesen, habe ich vieles eher mittelmäßig gefunden. Mit der Zeit habe ich mich dann nur noch auf die Bücher konzentriert, die ich wirklich lesen wollte. Auch wenn alle anderen ein Buch mega hypen, ich aber meine Zweifel hege, setze ich es seit ein paar Monaten nicht mehr sofort auf die ro-read-Liste. Versteht ihr, was ich meine? Ich möchte mich auf die Bücher konzentrieren, von denen ich weiß, von denen ich sicher bin, dass sie mich nicht enttäuschen. Dass ich meine Zeit nicht verschwende. Dass ich jede Sekunde mit diesem Buch genieße und mich unterhalten fühle.

2015 habe ich 123 Bücher gelesen. Natürlich gab es auch Enttäuschungen, aber zu denen berichte ich später mehr. Bei diesen Büchern waren unglaub tolle Erlebnisse bei. Ich habe Genre gelesen, die ich sonst umgehe. Ich habe Bücher geliebt, die mich vollkommen überrascht haben. So viel Liebe, gute Lacher und ein paar Tränen, gespickt mit Herzschmerz und einem wohligen Gefühl eines Bookhangovers im Kopf. Fangen wir an.

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Zu Beginn des Jahres hat mich „Wonder“ ziemlich aus den Socken gehauen. Ein fabelhaftes, herzerwärmendes Buch über Vorurteile und Ehrlichkeit unter Kindern und ihren Familien. Ein Buch für jedermann, der ein wenig Trost und Liebe sucht. Ein kleiner Wachrüttler. „The Spectacular Now“ ist ebenfalls so ein Buch gewesen, das mich auf eine merkwürdige Art mit seiner Nachricht berühren konnte. 2015 habe ich außerdem neue Genre für micht entdeckt. Ernste, zeitgenössische Literatur  probierre ich mit „Tausend strahlende Sonnen“ aus. Dieses Buch hat mir so vieles gezeigt. Es ist berührend und traurig schön geschrieben. Mit „Wild“ probierte ich mich etwas im Bereich Reiseberichte aus, was auch ziemlich interessant und abwechslungsreich war.

Auch Science Fiction durfte ich genießen. Das Buch, um den dieses Jahr wohl kaum einer herumgekommen ist, scheint wohl „Der Marsianer“ zu sein. Holy crap, war das abgespacet! So viel Humor, Optimismus und Kampfgeist, zugleich habe ich noch etwas dazu lernen können, haha. Mark Watney, you are amazing!

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Im Bereich Dystopie hat eindeutig Brandon Sanderson punkten können. Zuerst mit „Steelheart„, die Kurzgeschichte „Mitosis“ und später im Jahr auch mit „Firefight“ hat er sich mit den David, Rächern und Antihelden auf meine Favoritenliste gekämpft. Eine weitere Reihe, die ich im Laufe der Zeit sehr ins Herz geschlossen habe und von Band zu Band besser wurde, darf natürlich nicht fehlen! Die Bände „Cress„, „Fairest“ und „Winter“ der „Lunar-Chroniken“ haben sich mit jedem Teil gesteigert und einen ziemlich guten Abschluss geboten, von den sich so manche Reihe eine Scheibe abschneiden kann. Unterhaltung pur! Und auch die Duologie „Pivot Point“, die Duologie „Alienated“ und der Auftakt „Die Verratenen“ konnten mich einfach überzeugen.

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Fantasy ist eines meiner liebsten Genre mit einer großen Auswahl gelesener Bücher. Mit dem Auftakt „Der Dämonenkönig“ habe ich für mich etwas Neues ausprobiert. Fantasy für junge Erwachsene würde ich sagen. Obwohl es anfangs recht verwirrend war, so hat es mich mit seiner Handlung in den Bann gezogen. Es war einfach anders und toll und lustig und zugleich so gut! Der sechste Band „Die Königin der Drachen“ von G.R.R. Martins High-Fantasy-Reihe „ASOIAF“ hat es mir auch so richtig angetan. Mein Herz wurde quasi auseinandergerissen, in tausend winzige Stücke. Bisher mein liebster Band der Reihe, der so manch üble Überraschung für den Leser bereithält (und mich tieftraurig gestimmt hat). Eine weitere Trilogie, die ich sehr lieb gewonnen habe, ist die „Remnant-Chronicles“. Auch wenn der Auftakt „The Kiss of Deception“ etwas holprig war, so war“The Heart of Betrayal“ verdammt gut!  Es ist wahnsinnig unterhaltsam, die Charaktere wachsen einen mit der Zeit ans Herz und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf den Abschluss im kommenden Jahr! Um im Jugendbereich zu bleiben: „Six of Crows“ ist alles, was man sich in einem YA-Buch wünscht. Es war clever, düster, einfallsreich, und die Charaktere überzeugend und vielseitig. Es war unglaublich und toll und einfach nur umwerfend genial!

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Und historische Werke dürfen nicht fehlen, die habe ich nämlich ziemlich gern und viel in diesem Jahr gelesen! Die „Luxe„-Reihe hat es mir sehr angetan und ist mit jedem Buch besser, unterhaltsamer und spannender geworden! Hach! Die Zeit des Zweiten Weltkriegs im Warschauer Gettho hat „28 Tage lang“ ziemlich gut abdecken können. Und meine neusten Lieblingsbücher zählen auch zu diesem Genre:  Sowohl „The Bronze Horseman“ als auch „Tatiana and Alexander“ sind berührende, herzergreifende Bücher über die Zeit des Zweiten Weltkriegs im russischen Leningrad und den Ereignissen danach. Die Beziehung zweier Menschen ist einfach so unfassbar gut geschildert und glaubhaft dargestellt worden und ich musste so viel weinen, hoffen und zittern.

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Doch auch Klassiker sind nicht zu kurz gekommen! 2015 zeichnet sich mit dem dicksten Buch aus, das ich jemals gelesen habe: „Anna Karenina“. Es war ein herrliches Erlebnis, diesen 1200-Seiten Klassiker gleich zu Beginn des Jahres verschlingen zu dürfen! „Der große Gatsby“, ebenfalls ein Klassiker, ist von meiner diesjährigen Leseliste her das am meistgelesene Buch weltweit.

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2 Gedanken zu “Wie ich neue Schätze fand | Jahreshighlights

  1. freidichterin schreibt:

    Anna Karenina hab ich vor 2 Jahren im Urlaub gelesen. Witziger Kontrast, wenn du bei einer Hitze am Strand liegst und einen winterlich russischen Roman liest. Vielleicht war ich noch zu jung und die Thematik war interessant, aber an manch andere Klassiker kommt es nicht ran. Ich hab mir im Anschluss auch noch den Film mit Keira Knightly angesehen und ihn szenisch ziemlich gut empfunden.
    „Der große Gatsby“ ist damit nicht wirklich zu vergleichen in meinen Augen, einfach weil der Schreibstil viel mehr versprach als Tolstois seitenlange Aufzählungen von Politikern. Vielleicht gebe ich ihm noch mit Krieg und Frieden eine Chance.
    Liebe Grüße
    Itchy

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