Wie ich gehypte Bücher enttäuschend fand | Jahresflops

Nach den Highlights folgen nun meine „Flops“ des Jahres 2015. Ein paar negative Eindrücke können nicht schaden. Hierbei möchte ich zugleich auch sagen, dass nicht alle Bücher direkt Flops sind, sondern mehr Enttäuschungen. Bücher, von denen ich einfach mehr erwartet habe. Die mich trotz vielen positiven Bewertungen nicht vom Hocker reißen konnten. Aber – ja, ein paar miese Flops sind auch dabei, haha.

Flops1

Zugleich am Anfang des Jahres habe ich „Tell the Wolves I’m Home“ von Carol Rifka Brunt gelesen. Die Thematik fand ich ziemlich ansprechend und die ersten hundert Seiten waren toll, nur fehlte mir einfach dieses gewisse Etwas. Leider. Zudem wurde ich auch nicht so recht mit der Protagonistin warm, das verdirbt mir meist den ganzen Lesespaß.

Sehr hohe Erwartungen stellte ich an „Der Thron von Melengar“ von Micheal J. Sullivan, das in höchsten Tönen gelobt wird. Allerdings bin ich mir bis heute nicht sicher, ob es nicht an der deutschen Übersetzung gelesen hat. Denn der Schreibstil war ziemlich grausig einfach, was mich sichtlich abgeschreckt hat beim Lesen. Vielleicht gebe ich dem Original eine neue Chance, wer weiß. Der Hype des Jahres war „An Ember in the Ashes“ – ich fand es so fürchterlich, brrr. Genauso wie das in den Himmel gelobte „Snow Like Ashes„. Einfach diese Klischees, die in diese gute Grundidee geklatscht werden, stumpfe Protagonisten, vorhersehbare Handlungen – nein, danke.

Unter die Enttäuschungen von gut bewerteten Büchern fällt leider auch Brandon Sandersons „The Final Empire“ . Von diesem Buch habe ich so viel mehr erwartet. Wirklich, ich war ziemlich enttäuscht von dieser langatmigen Handlung, den wenigen Spannungspunkten und den sich ziehenden Erklärungen. Ähnlich erging es mir mit „A Darker Shade of Magic“ – wie auch alle anderen Bücher von Schwab ist es einfach nichts für mich.Zudem haben mich die zwei Hauptcharaktere Kell und Lila ziemlich stark an Kelsier und Vin aus The Final Empire erinnert, da war es dann auch schon vorbei mit dem Lesespaß.

Flop 2

Allgemein hat Colleen Hoover bei mir geflopt. Also wirklich geflopt. Weder „Never Never“ noch „Confess“ konnten mich begeistern, im Gegenteil: Es war furchtbar. „Maybe Someday“ war in Ordnung, aber mehr Melodramatik als alles andere. Ziemlich lahm war leider „The Winner’s Kiss„. Die Fortsetzung „The Winner’s Crime“ habe ich sogar abgebrochen. Die Protagonisten waren fürchterlich. Und der Plot auch.

Doch der allerschlimmste Flop des Jahres 2015 ist Sarah J. Maas‘ „Queen of Shadows„. Die Fortsetzung der Throne of Glass-Reihe hat mich in keinster Weise positiv angesprochen. Es hat sich wie eine Fanfiction der Reihe gelesen. Und es hat sich angefühlt, als hätte die Autorin jeden Charakteren umgekrempelt, um ihr OTP durchzubringen. Diese Reihe werde ich nun nicht mehr weiterverfolgen, dafür ist mir mein Geld einfach zu schade.

Das nun zu meinen Flops.

Am Ende erwähne ich noch kurz die neue Statistik, die Goodreads für jeden entwirft. Laut der Seite habe ich 123 Bücher mit 44.460 Seiten gelesen. Huiiui. Das ist für meine Verhältnisse wahnsinnig viel, allerdings ist es dem „leichten“ letzten Studiumsjahr verschuldet, wodurch ich ziemlich viel Freizeit zur Verfügung hatte. Im Durchschnitt hatte jedes Buch um die 352 Seiten. Die Durchschnitsbewertung von Büchern liegt bei 3.5 Sternen. Ein schönes Lesejahr. Trotz manchen Leseflops. Die gehören manchmal einfach dazu.

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7 thoughts on “Wie ich gehypte Bücher enttäuschend fand | Jahresflops

  1. Ui, da sind einige dabei, ich gern noch lesen will, bei denen ich mir aber einiges erwarte – gerade ADSOM. Bei „An Emder in The Ashes“ habe ich doch schon von einigen, deren Meinung ich sonst so teile, gehört, dass es durchwachsen sein soll. Ich habe die deutsche Ausgabe im Regal und werde es aber trotzdem mal lesen, erwarte mir aber nichts Fantastisches. Bei Colleen Hoover kann ich dir absolut recht geben, Queen der Melodramatik und der unrealistischen Übertreibungen. Andererseits lesen sich ihre Bücher recht schnell und flüssig und sind für kurze Zeit unterhaltsam, finde ich. „Never Never“ gab es letztens umsonst für den Kindle, ich denke, das werde ich nochmal lesen. Aber meine Lieblingsautorin wird sie nie, „Slammed“ und „Hopeless“ waren einfach.. na ja. 😀 Wie gesagt, kurz unterhaltend, aber eigentlich total überzogen und kein Stück nachhaltig.

    1. Ich hoffe so sehr, dass dir die Bücher besser gefallen 🙂 Gerade bei Büchern, bei denen man gewisse Erwartungen hat, ist es umso enttäuschender, wenn es doch nicht ganz überzeugen mag. Bei ADSOM hat es mich wirklich geärgert, das es mich nicht so angesprochen hat wie ich es mir gewünscht habe. Leider hat es mich einfach zu sehr an die beiden Hauptcharaktere aus Mistborn erinnert und so richtig wollte die Handlung/Verhalten von Charakteren/Sinn Schauplatz London auch nicht überzeugen.
      Wenn man mal richtig Lust auf leichte Unterhaltung hat, ist Colleen Hoover sicher nicht falsch 😀 Liest sich jedenfalls sehr schnell für einen kurzen, entspannten Nachmittag.

  2. Uuuuuh, das ist eine tolle Idee!
    Ich für meinen Teil habe keines der von dir vorgestellten Bücher gelesen und habe es ehrlich gesagt auch nicht vor. Colleen Hoover wird ja von allen in den Himmel gelobt. Ich habe noch keines ihrer Bücher gelesen und bin ehrlich gesagt auch eher abgeschreckt. Da bin ich direkt froh, dass ich hier mal jemanden finde, der offenbar auch nicht alle ihre Bücher ohne irgendwas in den Himmel lobt.
    Na, aber bei 123 Seiten sind 11 Enttäuschungen doch ein guter Schnitt. Wenn wir die Flops nicht hätten, dann würden wir die Highlights ja nicht erkennen. 🙂
    LG, m

    1. Dankeschön! 🙂
      Um Colleen Hoovers Bücher wird jetzt immer ein Bogen gemacht, haha. Im Prinzip ist es einfach vieeeel Melodramatik. Wenn man mal richtig Lust auf so etwas hat, liefert es sicherlich ein paar amüsante Stunden. 😀
      Eben! Deshalb bin ich manchmal ganz froh über wirklich Flops.
      Alles Liebe!

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