A Court Of Mist And Fury #2 von Sarah J. Maas | Rezension

Nachdem ich vor einigen Tagen A Court of Mist and Fury (#2) von Sarah J. Maas beendet habe, konnte ich mit etwas zeitlichem Abstand nun meine Gedanken ordnen. ACOMAF ist für mich das bisher mein Jahreshighlight – obwohl es in der Endbetrachtung doch einige negative Punkte aufweisen konnte. Ich mochte es und trotzdem waren ein paar Sachen dabei, die mich einfach gestört haben. Fangen wir an!

Um es allgemein zu formulieren: A Court of Mist And Fury hat mich einfach überrascht. Nach meiner Miserie mit Queen of Shadows hatte ich meine Bedenken, was ACOMAF angeht. [ACHTUNG SPOILER ACOTAR (#1)!] Obwohl ich Tamlin doof, die Instalove-Sache ermüdend, die Handlung eher semigut und auch Feyre nervig fand, so mochte ich die letzten Kapitel und die Einbringung von Rhysands Charakter in ACOTAR sehr. Jedoch hatte ich absolute keine Erwartungen an die Fortsetzung, nicht einmal eine Idee, was noch großartig erzählt werden könnte.

Worum geht es?

Feyre is immortal. After rescuing her lover Tamlin from a wicked Faerie Queen, she returns to the Spring Court possessing the powers of the High Fae. But Feyre cannot forget the terrible deeds she performed to save Tamlin’s people – nor the bargain she made with Rhysand, High Lord of the feared Night Court. As Feyre is drawn ever deeper into Rhysand’s dark web of politics and passion, war is looming and an evil far greater than any queen threatens to destroy everything Feyre has fought for. She must confront her past, embrace her gifts and decide her fate. She must surrender her heart to heal a world torn in two. – Bloomsbury USA Childrens

ACOMAF Sarah J. Maas Fantasy ACOTAR

A Court of Mist and Fury #2 | Sarah J. Maas
626 Seiten • Taschenbuch • Bloomsbury USA Childrens

Was war positiv?

In ACOMAF werden einige wichtige Sachen thematisiert. Das Buch vermittelt dem Leser recht realistische Gefühle der Charaktere. Die Erlebnisse des ersten Bands haben Spuren hinterlassen. Tiefe Spuren. Die Protagonisten sind gebrochen, jeder leidet anders unter den Folgen der brutalen Geschehnisse mit Amarantha . Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. PTBS steht hier im Mittelpunkt. Personen verändern sich einfach mit der Zeit, genauso wie Gefühle.

„And yet I found myself deciding that if you took his hand, I would find a way to live with it. It would be your choice.”
“And if he had grabbed me?”
„Then I would have torn apart the world to get you back.” – Sarah J. Maas

Feyre hat mich positiv überrascht. Während des Lesens ist sie mir wahnsinnig ans Herz gewachsen wie selten eine weibliche Protagonistin – zumal ich ihr in ACOTAR eher wenig abgewinnen konnte. Sie erlebt eine unglaubliche Entwicklung vom Anfang bis zum Ende des Buches.

Dann gibt es noch Tamlin, an dem man als Leser ganz schön zu knabbern hat. Ich versteh Tamlins Handlungen nach ACOTAR einerseits, jedoch müsste das Wort Kommunikation und Verständnis deutlich mehr Bedeutung für diesen jungen High Lord gewinnen. Und Lucien – tjah. Ich bin gespannt, was für seinen Charakter im dritten Band geplant ist.

Und dann gibt es da noch Rhysand. Holy shit. Was für ein komplexer Charakter, den Maas da geschaffen hat. Ich liebe vielschichtige Charaktere. Und neben Rhysand lernen wir auch einige Charaktere vom Night Court kennen: Mor, Azriel, Cassian und Amren. Und alle vier haben etwas spezielles an sich. Sie symbolisieren in dem Buch eine großartige, tiefe Freundschaft, die man auf jeder Seite spüren kann. Und der Humor!

“To the stars who listen—and the dreams that are answered.”- Sarah J. Maas

DSC_2755

Eine weitere Entwicklung, die große positive Sprünge gemacht hat, ist das Worldbuilding. Maas zeigt dem Leser ein wunderschönes Setting vom Night Court. Ich bin ganz hin und weg. Die Stadt Velaris geht mir einfach nicht aus dem Kopf, so schön stell ich sie mir vor. Auch die Beschreibungen vom Summer Court mochte ich sehr. Gerne hätte ich noch mehr vom Days und Dawn Court erfahren, aber vielleicht gibt es dazu im dritten Teil dann mehr (hoffentlich!).

Neben tollem Worldbuilding und guter Charakterentwicklung gibt es eine Prise Humor und recht viele sexy Szenen. Vor allem aber sind der Autorin die Dialoge gelungen. Und das Ende, Leute! Ich habe so mitgefiebert wie schon lange nicht mehr. Ganz große Gefühle, woah. Mein Herz war kurz vorm Zerreißen, so sehr hat mich das Ganze mitgenommen. Puuh. Und der letzte Satz geht im Anschluss runter wie Öl.

Besonders gut hat mir auch der Input über wichtige Hintergrundinformationen gefallen. Man erfährt mehr über Tamlin, mehr über Rhysand und deren Beziehung zueinander.  Würde ich jetzt noch einmal ACOTAR lesen, würde ich bei einigen Stellen wahrscheinlich hysterisch auflachen und sagen: DA! UND DA! ICH WEISS, WAS DU DAMIT MEINST, HA! Einige Szenen machen nun einfach Sinn für mich und werfen auch noch einmal ein ganz anderes Licht auf den ersten Band. Wahrscheinlich würde ich ihn jetzt sogar ein wenig besser finden.

„I needed not to be dead when I agreed.”
“You needed not to be alone.” – Sarah J. Maas

Was war negativ?

Aber – Hands down! – es gab ein paar Dinge, die mich gestört haben. Da ist zum einen die Sprache. Sie ist für mich an manchen Stellen einfach zu modern. Und das in Verbindung zu dem Worldbuilding. Hier ein Beispiel: Es gibt Toiletten dort. Oder Leggins. In anderen Szenen trägt Feyre dann wieder aufgerüschte Ballkleider. Das verwirrt mich einfach im Anbetracht des High Fantasy Settings.

Wenn wir schon gleich bei dem Worldbuilding sind: Ich vermisse Grenzen. Grenzen und Regeln des magischen Systems, etwas mehr geschichtlicher Hintergrund. Was hat es mit dem aktuellen Problem auf sich – es wirkte mir dann einfach zu lasch im Gegensatz zu dem romantischen Teil des Buchs. Der neue (alte) Schurke ist ziemlich lahm. Und platt. Ich weiß einfach nicht, was ich von ihm halten soll. Er wirkt weder gruselig noch faszinierend bösartig.

Auch bin ich kein Fan von ständigem Gepaare jeglicher Charaktere. Es muss doch nicht jeder in eine Beziehung gesteckt werden? Was ist daran so schwer? Außerdem ist das Buch für die empfohlene Altersangabe ein Witz. Vergesst Young Adult, das hier ist definitiv New Adult.

Und – was mich am meisten gestört hat – als Leserin der Throne of Glass-Reihe: Die Autorin verwendet haargenau Sätze aus ihrer anderen Fantasy-Reihe, die bspw. bereits Celeana und ihre Stärke beschreiben. Da hätte ich mir doch mehr Kreativität der Autorin gewünscht.

Fazit!

ACOMAF Sarah J. Maas, A Court of Mist and Fury, Rhysand

ACOMAF ging bei mir einfach unter die Haut. Es hat mich überrascht und etwas in mir getroffen, das kein Buch seit langem mehr geschafft hat. Ich hab das Lesen unheimlich genossen, trotz mancher Kritikpunkte.  Meinen emotionalen Stress habe ich dann an meiner Ausgabe ausgelassen und sie mit viel Liebe bekritzelt, zerknickt und markiert (das hat bisher nur The Bronze Horseman geschafft).

DSC_2758

Also. Gibt diesen Buch nach ACOTAR noch eine Chance, ich lege es euch wirklich ans Herz.

*tingelt glücklich von dannen*

Advertisements

One thought on “A Court Of Mist And Fury #2 von Sarah J. Maas | Rezension

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s