Notizen und Markierungen in Büchern | Leben

Ein Thema, das mich nun schon ein paar Wochen beschäftigt ist: Das Markieren in Büchern. Seien es Lieblingsszenen, ein schlagfertiger Dialog, ein herzerweichendes Zitat oder Stellen, die einem auf irgendeine Art berühren. Textstellen, die man festhalten möchte. Doch einfach so in ein Buch kritzeln? Ich sage: Ja!

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Sobald ich meine Federtasche hole, bunte Marker und Kugelschreibe zücke und Klebezettel auspacke, heißt das, ich habe ein neues Lieblingsbuch gefunden. Doch diese Methode wende ich noch gar nicht so lange an. Um ehrlich zu sein, kam es meinem früheren Ich nie in den Sinn, Hand an eines meiner Bücher zu legen. Heute bedeuten Leserillen, Knicke, kleine Malereien oder Markierungen für mich ganz viel Liebe für ein Buch.

Zwischendurch habe ich mich auf YouTube über verschiedene Methoden informiert, da ich neugierig war, wie andere Büchermenschen es handhaben. Zum Teil war ich auch ratlos, wie ich es selbst gestalten werde, denn einen richtigen Plan hatte ich nicht. Viel habe ich auch nicht gefunden, da die meisten ihre Bücher hegen und pflegen. Daher habe ich einfach improvisiert und angefangen.

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Als Kind habe ich meinen ersten Versuch gewagt, in dem ich Sticker aus dem Harry Potter-Sammelalbum in den passenden Potter-Band gekleistert habe. Und natürlich einfach irgendwo mitten rein in das Buch, nicht vielleicht passend zu dem jeweiligen Kapitel oder der Szene. Jaah, ich war damals ein sehr kluges Kind (zwei Jahre danach hat es mich wahnsinnig geärgert und ich war wahnsinnig wütend auf mich. Heute finde ich es ziemlich nur witzig, wie ich die Sticker einfach drauflos reingebatscht habe).

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Vor ein paar Jahren habe ich es vorgezogen, meine liebsten Zitate auf GoodReads zu liken. Etwas später habe ich mir ein kleines Notizheft angelegt, in dem ich diese Zitate mit verschiedenen Farben und Schriften hineingeschrieben habe. Heute blättere ich unheimlich gerne darin herum und muss immer wieder lächeln, wenn ich meine liebsten Sätze aus Büchern lese. Irgendwie muntern sie mich auf, schenken mir Kraft oder inspirieren mich in bestimmten Situationen.

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Im vergangenen Jahr habe ich es dann gewagt: Ich habe in ein Buch geschrieben. Etwa nach hundert Seiten hatte ich gemerkt, wie sehr mich dieses Buch mitreißt und das es definitiv zu meinen Favoriten zählen wird. Die Rede ist von „The Bronze Horseman“ von Paulina Simons. Hier habe ich mit Textmarker und Klebezetteln gearbeitet, das Buch überall mit hingeschleppt. Das Tolle an diesem Buch ist aber auch, das es so schön floppy ist.

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Nun, etwa ein Jahr später, hatte ich wieder ein Buch, das etwas in mir ziemlich getroffen hat. „A Court Of Mist And Fury“ war mein bisheriges Überraschungsbuch des Jahres. Ehrlich gesagt, habe ich ziemlich gezögert, es zu „verunstalten“. Es ist zudem nicht so schon floppy, wie The Bronze Horseman. Das heißt, es werden definitiv Leserillen entstehen. Tjaah, und dann hab ich es einfach so umgeknickt. In jeder erdenklichen Leseposition habe ich gesessen, gelegen, gehangen. Ich habe mich sogar einmal drauf gerollt (hupsi!). Ein paar hässlich-schöne Kritzeleien finden sich darin auch wieder, da konnte ich einfach nicht wiederstehen.

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Wenn ich diese beiden Bücher heute im Regal sehe, verspüre ich ganz viel Liebe. Und es macht mich verdammt glücklich, sie wieder in die Hand zu nehmen und durch alte Erinnerungen zu blättern. Besonders Spaß macht es dann, wenn ich das Buch erneut lese und meine früheren Gedanken mit meinen jetzigen vergleichen kann. Eventuell ergänze ich dann ein paar Sachen, die mir auffallen oder nicht mehr gefallen.

Wenn ich Bücher in dieser Art lese, sind  es Bücher, bei denen ich zu 100% weiß, dass ich sie nie weggeben werde. Natürlich pflege ich noch mein Notizbuch mit den Zitaten weiter, denn andere Bücher, die mir nicht so gut gefallen, aber trotzdem mal schöne Stellen haben, wollen auch festgehalten werden.

Nun meine Frage an Euch: Schreibt ihr euch eure Lieblingszitate raus? Oder schreibt ihr gerne auch mal in Bücher? Oder führt ihr ein Reading Journal parallel? Wie ist eure Methode, etwas festzuhalten von diesem Buch?

 

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24 thoughts on “Notizen und Markierungen in Büchern | Leben

  1. Schöner Beitrag!
    Ich finde. dass Notizen und Markierungen im Buch sehr schön aussehen und auch zeigen, dass ein Buch etwas Besonderes ist. Aber ich trau mich nicht, in meine Bücher zu schreiben, aus Angst, dass mein Zukungts-Ich dann sauer sein wird, haha 😀 Irgendwann werde ich es einfach mal machen, denke ich. 🙂

      1. Dankeschön 🙂
        Haha, den Gedanken kann ich voll und ganz nachvollziehen. Anfangs ist man echt zögerlich mit dem Stift 😀 Wie handhabst du das mit dem Lesetagebuch? Verfasst du da mehr so eine kurze Rezension für dich, oder stichpunktartig zentrale Gedanken/Empfindungen oder wie? 🙂

      2. Also ich schreibe mir während dem Lesen in einem Notizbuch Gedanken stichpunktartig auf, damit ich bei der Rezension nichts vergesse 🙂 Dann habe ich noch so ein wunderschönes „Glückstagebuch für Bücherfreunde“ in welchem ich mir Gedanken für mich aufschreibe 🙂

  2. Ein sehr toller Post!
    Und auch sehr mutig. Ich selbst markiere schöne Textstellen bzw. Lieblingsstellen in Bücher mit meinen Post-Ist. Ab und an schreibe ich auch Zitate in ein Notizbuch, aber nur sporadisch und meist nur die markierten Stellen aus Ebooks, da ich in die natürlich nicht so leicht hineinsehen kann wie in ein Buch das in meinem Regal steht. ^^
    An Textmarker habe ich auch schon einmal gedacht, aber ich traue mich nie. Vielleicht sollte ich das aber tatsächlich mal ändern. ^^

    1. Lieben Dank 🙂
      Der erste Strich mit dem Stift ist immer der aufregendste und schlimmste. Aber Post-Its sind auch super praktisch 😀
      Vor kurzem habe ich auch erst die Markierfunktion in meinem E-Reader entdeckt 😀 Allerdings – wie du schon sagst – etwas umständlich.

  3. Im Moment arbeite ich nur mit Textmarker für Zitate, die ich mag und die ich dann in meinen Rezensionen einbauen kann.
    Aber irgendwann werde ich auch (zumindest mit Bleistift) meine Gedanken notieren.
    Ich kenn das aus amerikanischen Bloggercommunities, dass sie ein Buch rumschicken und jeder in einer anderen Farbe seine Gedanken reinschreibt.
    Super cool. Schöner Beitrag!
    Liebe Grüße Itchy

    1. Dankeschön 🙂
      Yeeah, Textmarker sind dafür super. Mit Bleistift ist eine verdammt gute Idee, da kann man es im schlimmsten Fall einfach wieder wegradieren, hihi.
      In Deutschland habe ich solche Aktionen von Wanderbüchern tatsächlich auch schon gesehen- ist eine echt tolle Idee.
      Liebe Grüße!

  4. Cooler Post !
    Ich klebe immer Post it in meine Bücher, markiert habe ich bis jetzt noch keins, aber vielleicht mach ich das mal. 🙂
    Liebe grüsse 😀

    1. Danke! 🙂
      Hihi, einfach mal ausprobieren. Ich liebe diese bunten, kleinen Klebezettel, wie sie aus den Büchern rausschauen. Am besten noch farblich passend zum Buch. 😀
      Liebe Grüße!

  5. Ich dachte schon, dass ich die Einzige bin, die ein paar Leserillen und umgeknickte Seiten nicht tragisch findet. 🙂 Ich nehme meine Bücher eben einfach überall mit hin, stopfe sie in Taschen, esse mit ihnen Abendbrot und schlafe mit ihnen auch oft in einem Bett, da ist sowas völlig normal und zeigt einfach, wie sehr ich sie liebe. Markieren tue ich mir nichts, denn ehrlich gesagt, stecke ich oft einfach so tief in der Handlung, dass ich es nicht schaffe, mir etwas herauszuschreiben oder anzustreichen. Das fällt mir dann immer erst bei den Rezensionen oder Rückblicken wieder ein und dann ärgere ich mich ein bisschen. ^^
    Liebe Grüße
    Maren

    1. Tatsächlich nicht 🙂 Ich liebe es, wenn man es dem Buch ansieht, das es überall mitgeschleppt wurde. Haha, verstehe ich. Manche Abschnitte markiere ich auch erst ein paar Tage später, die mir so in Erinnerung geblieben sind, das ich sie erneut lese und dann markiere. Sonst fällt man so aus der Handlung bzw. dem schönen spannenden Moment raus 😀
      Liebe Grüße, Franzi

  6. Schöner Artikel, aber für mich käme es nicht in Frage. Nur weil ich etwas liebe heißt das für mich nicht, dass ich es „verändern“ möchte, ob nun bekritzeln, knicken oder sonst was.
    Besondere Zitate schreibe ich mir raus, das wars aber auch schon. Oft vergesse ich es aber auch, was ich nicht so tragisch finde, denn ein Buch lebt ja nicht nur von diesen Zitaten.
    Aber wie sage ich immer: Jeder nach seinem Geschmack 🙂
    LG
    Tanja

    1. Dankeschön 🙂
      Da hast du recht, auf jeden Fall ist das Geschmackssache. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich es auch noch ganz anders gesehen. Ich bin mir nicht mal sicher, woher dieser Sinneswandel kam. 🙂 Ich finde es auch super spannend zu sehen, wie andere es handhaben und darüber denken.
      Liebe Grüße,
      Franzi

  7. Ich habe eine Zeit lang Zitate in ein Notizbuch geschrieben, das war mir aber irgendwann zu aufwändig. Mittlerweile arbeite ich vor allem mit Haftmarkern, wenn ich sicher bin, dass ich das Buch nicht mehr hergeben werde, unterstreiche ich auch mit Bleistift. Aktuell lese ich gerade ein Buch, da sind auf jeder Seite fantastische Sätze, ist schon ganz schön bunt, obwohl ich erst auf Seite 29 bin 😀

  8. Hallo, Franzi!
    Ich habe den Beitrag jetzt schon öfter gelesen, aber bin noch nicht dazu gekommen, zu kommentieren. Es ist ein toller Post!
    Ich habe über das Thema mal lange mit jemandem diskutiert und ich verstehe seine (und deine) Einstellung dazu. Erinnerungen bleiben an Buchseiten sehr gut haften. 🙂 Trotzdem kann ich diese Schwelle irgendwie nicht übertreten. Ich verwende ein Reading Journal, damit ich beim Rezensieren dann auch noch weiß, was ich beim Lesen empfunden habe und welche Fragen ich mir gestellt habe. Für Zitate oder Lieblingsstellen brauche ich so etwas allerdings nicht. Ich habe ein gutes Gedächtnis, was das angeht. Ich weiß, wo im Buch meine Lieblingsstellen sind und vergesse sie auch nach Jahren nicht wirklich. (Nicht dass mir das jemals in der Schule oder beim Lernen geholfen hätte. 😛 )
    Vielleicht mache ich irgendwann diesen Schritt und schreibe etwas in ein Buch, aber bis es soweit ist, werden sie wohl jungfräulich weiß bleiben und nur meine Erinnerungen dran kleben. 😉
    LG, m

    1. Hallöchen 🙂
      Ganz lieben Dank, das freut mich sehr zu hören! Auf jeden Fall ist das Thema eine Geschmackssache, bei der ich ebenso wie du beide Seiten gut nachvollziehen kann. Reading Journal klingt wirklich interessant und reizt mich schon sehr, nur kenn ich mich da ganz gut – ich würde das bei zwei, drei Büchern durchhalten und wäre dann zu faul, es weiterzuführen. 😀 Ich bewundere solche Leute (dich), die das wunderbar durchziehen und ihre Gedanken gebündelt in einem Heft niederschreiben können. Vielleicht nehm ich es trotzdem mal in Angriff 🙂
      Liebe Grüße!

      1. Hallo, Franzi!
        Ich mach das auch noch nicht so lange. Angefangen habe ich es, weil ein Buch mir so viele Gefühle entlockt hat, dass ich Angst hatte, dass ich es bis zur Rezension nicht mehr weiß. Zum Rezensieren finde ich es in der Zwischenzeit recht praktisch, auch wenn ich es nicht für jedes Buch verwende. Probier es ruhig mal aus und dann teilst du uns deine Erfahrungen mit, ja? 🙂
        LG, m

  9. Ich denke dass sich da die Meinungen wirklich spalten. So ein Lesetagebuch oder sowas in der Art gefällt mir wirklich gut aber dass ich dann, ausser in Schulbücher etwas markiere, dafür ist mir mein „Buch“ zu kostbar. Naja vielleicht komme ich aber auch noch auf den Geschmack. Ich würd mich ausserdem freun wenn du auch meinen Blog besuchst, da gehts zum Teil auch um Bücher. Bis dann 🙂

    1. Da hast du vollkommen recht, jeder Geschmack ist da anders:) Für ein Lesetagebuch an sich wäre ich, glaube ich, einfach zu faul, es gründlich und kontinuierlich zu führen. Ich schau mal vorbei, liebe Grüße!

  10. Huhu!
    Toller Beitrag! Es ist tatsächlich so, dass ich persönlich einen Unterschied mache, ob es ein Sach- oder Studienbuch ist, oder ob ich es einfach zu meinem privaten Vergnügen lese. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn man einem Buch ansieht, dass es gelesen wurde, also Leserillen, umgeknickte Seiten oder Eselsohren stören mich nicht. Jedoch ist es so, dass ich in meine Bücher für das Vergnügen nicht hinein schreibe. Tolle Stellen markiere ich mir mit Haftnotizen. In Sach- und Studienbücher hingegen schreibe und kritzle ich auch ungeniert rein, da finde ich es spannend, was mir damals wichtig erschienen ist.
    Herzlich, Nela

    PS.: Toller Blog übrigens! 🙂

    1. Dankeschön! 🙂
      Früher habe ich auch in meine Schulbücher gekritzelt, aber habe mich da etwas schwer getan, es mit Notizen zu versehen. Haftnotizen sind dabei dann Gold wert, wenn man nicht in das Buch hineinschreiben möchte!
      Alles Liebe, Franzi!

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