Mein Tolino – Lohnt sich ein E-Reader?

E-Reader sind immer eine Diskussion für sich. Der eine mag sie und findet sie super praktisch, andere können es nicht so recht nachvollziehen und greifen lieber zum gedruckten Buch.

Auch ich stand damals zwischen zwei Stühlen. Und mit „damals“ gehen wir drei Jahre zurück.

Mein Tolino möchte ich inzwischen nicht mehr missen.

Auslöser war tatsächlich nicht der anbahnende längere Auslandsaufenthalt, um nicht  drei Koffer voller Bücher mitzuschleppen, sondern mein Herzjunge. Oft kann ich abends nicht sofort einschlafen, daher lese ich gerne noch ein paar Seiten, um müde zu werden. Wenn ich allerdings das Licht anhabe, kann der Freund nicht schlafen.

Also musste ein Kompromiss her in Form eines E-Readers. Und da ich eh für einige Zeit im Ausland gegangen bin, war die Anschaffung gleich doppelt praktisch.

Wenn ich jetzt durch die angebotenen Versionen von E-Readern schaue, kommt mir meine Ausgabe des Tolino Shine wie eine aus der Urzeit vor. Klobig, grob, etwas langsamer. Aber er hat trotzdem alles, was ich brauche – nämlich integrietes Licht.

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Displaybruch nach einem Jahr

Im Ausland war er natürlich spitze. Ich nutzte ihn ziemlich oft und schleppte ihn überall mit mir herum.

Doch zurück in Deutschland hatte ich meine Höhen und Tiefen mit ihm.

Ein Jahr, nachdem er bei mir eingezogen ist, habe ich ihn am Abend ausgeschaltet und am nächsten Morgen wies er einen Displaybruch auf. Warum auch immer, er lag nur auf meinem Nachttisch.

Voller Angst, dass das dennoch unter Selbstverschulden läuft, dackelte ich zur nächsten Thalia-Filiale. Ich konnte aufatmen, die Angst war unbegründet. Ohne Murren wurde mein Tolino sofort umgetauscht und seitdem läuft mein neues Exemplar wie geschmiert.

Ungleiche Nutzungsintervalle?

Natürlich gab es Zeiten, da habe ich ihn nicht angerührt und er lag Wochen ungenutzt im Regal. Aber dann gab es Zeiten, da habe ich quasi nur auf ihn gelesen. Vor allem liebe ich es, dass ich auf der Seite oder auf dem Rücken liegen kann und mir nicht mein Arm abfällt beim Lesen. Und die integriete Lichtoption ist das Beste!

Inzwischen habe ich einen wunderbaren Mittelweg gefunden und benutze den Tolino eigentlich jeden Abend. Aber auch immer, wenn ich unterwegs bin – sei es zur Uni, zur Arbeit oder ein längerer Weg zu meinen Eltern – er passt wunderbar in jede Tasche.

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Ich lade mir darauf die (englische) Version meines aktuellen gedruckten Buches und kann direkt dort ansetzen, wo ich bei Tageslicht aufgehört habe. So komm ich viel schneller voran und muss nicht zwei verschiedene Bücher gleichzeitig lesen (da komm ich sonst etwas durcheinander). Zugegeben habe ich auch das Gefühl, auf dem Tolino schneller zu lesen, als in einem gedruckten Buch.

Aber auch Bücher, die ich nicht unbedingt im Regal haben muss, aber trotzdem ganz gut klingen, ziehen auf ihm ein. Ebenso Rezensionsexemplare und – großer Pluspunkt – e-Books aus der Onleihe / Unibibliothek! Super praktisch und ich bin immer noch ein großer Fan dieser Option.

Zusammengefasst kann ich nur sagen, dass es sich für mich auf jeden Fall gelohnt hat, einen E-Reader in meinem Lesehaushalt aufzunehmen.

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8 thoughts on “Mein Tolino – Lohnt sich ein E-Reader?

  1. Sehr interessanter Beitrag.💞 Ich selbst habe einen Kindle HD mit dem ich quasi auch surfen kann. Ich muss ehrlich gestehen nach 3 Jahren Besitz kann ich die gelesenen Bücher an einer Hand abzählen. Teilweise habe ich es dann nur noch als tablet genutzt und Serien geschaut. Oftmals habe ich überlegt mir ebenfalls einen einfachen Tolino zu holen. Bin mir aber immer noch unschlüssig, da ich gedruckte Bücher liebe. Aber wenn ich unterwegs bin lese ich wiederum gerne auf meinem Handy….😂😁💞 ich denke bei Zeiten hole ich mir nen Tolino und wage mein Glück damit🤔
    Liebe Grüße 😜

    1. Mit dem Kindle HD hab ich auch eine zeitlang geliebäugelt, eben wegen dem zusätzlichen Surfen. Aber letztlich war es mir so dann lieber als reiner E-Reader 🙂 Ich bin gespannt, wie du dich entscheiden wirst. Gerade für unterwegs ist der Kleine goldwert.
      Alles Liebe!

      1. Ja, ich vermute die Zusatzoption lenkt nur ab^^ Und da ich ja quasi schon einen Kindle habe , möchte ich wenn überhaupt zu Tolino greifen – Frag mich nicht warum, aber es zieht mich da eher an^^
        Aber mal schauen 🙂
        Danke dir

  2. Die Onleihe ist ja der einzige Grund, weshalb ich den Tolino attraktiver finde – ansonsten bin ich mit meinem alten Kindle super glücklich, obwohl er kein Licht hat. Ich glaube, wenn ich irgendwann upgrade, würde ich trotzdem beim Kindle bleiben, ich finde die Amazon-Angebote oft ziemlich gut und mag die Geräte auch etwas lieber. Prinzipiell kann ich deinem Lob nur beipflichten – ich lese zwar trotzdem mehr gedruckte Bücher, aber ich finde das Lesen auf dem Reader viel angenehmer und bilde mir auch ein, schneller zu lesen. Ich wär ja dafür, dass jedes gedruckte Buch mit einem E-Book-Code verkauft wird. Meinetwegen dann auch für 1,2€ mehr. x)

    1. Bei mir ging es auch ewig hin und her zwischen Kindle und Tolino. Letztlich war die Onleihe und auch das epub-Format der ausschlaggebende Punkt. Von den Amazon-Angeboten bekomme ich ab und an etwas mit, die sind echt gut. Allerdings lese ich so viel auch wieder nicht auf dem Lino, das mir da so viel entgeht. 🙂 Der Rest geht über die Onleihe.
      So ein Bundle-Angebot wäre wirklich fantastisch, auch wenn man dann einen kleinen Aufpreis zahlen müsste.
      Alles Liebe! 🙂

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